Einschub der neuen "Kupferbrücke".
Das Werksgelände der Aurubis AG ist durchzogen von mehreren Seitenkanälen der Norderelbe. Die einzelnen Werksteile sind durch Kanalbrücken verbunden, über die auch Kupfer in schwer beladenen LKWs transportiert wird.
Da die vorhandene Straßenbrücke Nr. 4 für den zukünftigen Schwerverkehr nicht ausgelegt ist, soll sie durch einen Neubau ersetzt werden. Im Zuge dessen sollen auch die Widerlager ertüchtigt werden und eine parallel verlaufende Medienbrücke gebaut werden. Wunsch des Bauherrn war eine Konstruktion, die sich an der Optik der vorhandenen Kanalbrücken orientiert. Für den Neubau wurde eine zweispurige Stabbogenbrücke mit einer Betonfahrbahnplatte entworfen, die für sehr hohen Schwerlastverkehr mit erhöhten Lastansätzen ausgelegt ist.
Besondere Herausforderung war die Montage des Brückenüberbaus. Das stählerne Haupttragwerk wurde in Teilen angeliefert und auf der Baustelle montiert. Anschließend wurde die 300 Tonnen schwere Konstruktion - noch ohne das Gewicht der 600 Tonnen schweren Betonfahrbahnplatte - mit Hilfe eines Schwerlastkrans, mehreren Schwerlastwagen und einer Verschubbahn über den 65 Meter breiten Kanal verschoben und in ihre Endposition gebracht.
Die Fahrbahnplatte wird dann in der Endlage über dem Kanal hergestellt. Durch den Einsatz von Betonfertigteilen mit einer Ortbetonergänzung kann bei der Betonage auf ein Schalungsgerüst verzichtet werden.
Damit steht der Aurubis AG demnächst eine neue, langlebige "Kupferbrücke" zur Verfügung.
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